3. Schnittnachmittag vom 21. Februar 2026
- Chrigu Ammann

- vor 4 Tagen
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Pünktlich bis zu unserem Treffpunkt um 13.30 Uhr regnete es, dann hatte der Wettergott ein Einsehen. Kaum standen wir zusammen, hörte der Regen auf, und wir konnten unseren dritten Schnittnachmittag trocken und in entspannter Stimmung durchführen. Auf dem Programm standen zwei Gärten im Derendinger Elsässli, in denen mehrere Hochstamm-Apfel-, Zwetschgen- und Kirschbäume in Form gebracht werden wollten.
Schon bei den ersten Bäumen zeigte sich: Den Besitzern geht es nicht nur um den Ertrag, sondern auch um den wohltuenden Schatten ihrer Bäume. Manche Baumkronen – etwa eine mächtige Weide – überragten unsere Leitern bei Weitem, spendeten grosszügig Schatten, nahmen den Obstbäumen aber gleichzeitig wertvolles Sonnenlicht und beeinflussten so deren Wachstum.
Dabei wurde erneut klar, wie wichtig ein regelmässiger, fachgerechter Schnitt ist. Werden Bäume über Jahre hinweg nicht zurückgeschnitten, verkahlen die Äste gegen innen, die Krone wird zu dicht, und Licht sowie Luft fehlen. Dann ist ein kräftiger Rückschnitt der schattenspendenden Äste früher nötig, als es vielen bewusst ist. Mit gezielten Schnitten versuchten wir, sowohl den Wünschen der Besitzer als auch den Bedürfnissen der Bäume gerecht zu werden – mit dem Ziel, dass am Ende Mensch und Baum „ein glückliches Gesicht“ haben.
Nach einem arbeitsreichen, aber erfolgreichen Nachmittag durften wir bei Micha einkehren. Sie verwöhnte uns mit feinem Kaffee und einem „flüssigen Kirsch“, der nach getaner Arbeit doppelt gut schmeckte. Mit einem herzlichen Dankeschön verabschiedeten wir uns – und sind uns einig: In diesen Gärten schneiden wir gerne wieder.








































