Unser erster Schnittag 2026
- Chrigu Ammann

- 24. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 31. Jan.
Ein erfolgreicher Start in die Gartensaison
Am Samstag, dem 24. Januar, trafen wir uns zu unserem ersten Schnittag des Jahres, ein gelungener Auftakt für alle Gartenfreunde, die ihre Scheren schon seit Wochen in den Fingern jucken fühlten. Zum ersten Mal führte uns der Weg in den Garten von Domenico an der Friedhofstrasse, wo zwei prächtige Kirschbäume darauf warteten, in Form gebracht zu werden.
Wie so oft entspann sich rasch eine lebhafte Diskussion: Welche Äste sollen bleiben, welche müssen weg? Unser Kursleiter erklärte geduldig, dass man manche Äste, die man in früheren Jahren aus Rücksicht auf ein paar Kilo Extra-Kirschen stehen gelassen hatte, nun besser entfernt. „Lieber jetzt als zu spät“, so sein Motto, und das Resultat konnte sich sehen lassen! Die Bäume wirkten wieder luftig und gesund, und alle Teilnehmenden hatten spürbar Freude daran, ihr Wissen aufzufrischen.
Nach einer kurzen Marsch ging es weiter in den Garten von Maria und Zefferino. Entlang der Grundstücksgrenze wartete eine ganze Reihe von Spalieren auf uns, die geschnitten und neu gebunden werden mussten, sogar ein Feigenbaum wurde kunstvoll in Spalierform gebracht! Besonders spannend wurde es bei den beiden Aprikosenbäumchen, die Zefferino einst aus Italien mitgebracht hatte. Nach einigem Abwägen fiel die Entscheidung, eines zu entfernen, um dem anderen Platz zum Wachsen zu geben.
Der grosse Kirschbaum, dem wir im letzten Jahr bereits eine kräftige Frischekur gegönnt hatten, brauchte diesmal nur einen sanften Rückschnitt. Maria hätte zwar gerne noch etwas mehr geschnitten, zugunsten weniger Schattenwurf auf den Sitzplatz des Nachbarn.
Auch die Reben weckten grosses Interesse: Mit grossen Augen verfolgten die Teilnehmenden, wie unser Kursleiter die Ruten beherzt einkürzte, auf nur drei Knospen. Schritt für Schritt erklärte er, wie sich die Triebe über das Jahr entwickeln, wo die Trauben wachsen werden und weshalb man die neuen Ruten im Sommer ruhigen Gewissens auf zwei Meter Höhe einkürzen darf.
Und dann, fast wie in Italien, lag auf einmal dieser betörende Duft von frisch gebrühtem Kaffee in der Luft. Bei Maria und Zefferino wird der Espresso natürlich standesgemäss mit einem feinen Grappa serviert. In gemütlicher Runde, mit vielen Gesprächen und einem wärmenden Schluck im Hals, klang der Tag zufrieden und fröhlich aus.
Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden Mitglieder für ihren Einsatz, ihre Begeisterung und die gute Stimmung. So darf das Gartenjahr gerne weitergehen! 🌿




































